Die spätmittelalterliche Burg Greene: Ersterwähnung und Errichtung

von Jürgen Sander und Dr. Gudrun Pischke

Die hoch über dem Flecken Greene gelegene – heute Ruine mit weithin sichtbarem Bergfried – wurde 1308 in zwei Urkunden ihrer Erbauer, der Edelherren von Homburg, zum ersten Mal erwähnt.[1] Wann die Burg errichtet wurde, geht daraus nicht hervor. Dazu gibt es verschiedene Annahmen wie 1308, 1306, 1300 (auch vor oder gegen), 1295. Bevor auf diese in der Literatur vertretenen Erbauungsjahre eingegangen wird, sei darauf verwiesen, dass es im Bereich Greene zwei Burgen gab: die spätmittelalterliche Burg der Homburger und die frühmittelalterliche Königsburg.

Urkunde Kaiser Otto II. Vom 12. März 980 mit der Bestätigung des Burgbanns Greene für das Reichsstift Gandersheim (Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, 6 Urk. Nr. 167).
Urkunde Kaiser Otto II. Vom 12. März 980 mit der Bestätigung des Burgbanns Greene für das Reichsstift Gandersheim (Niedersächsisches Landesarchiv Wolfenbüttel, 6 Urk. Nr. 167).

Die Königsburg gab es bereits mehr als 300 Jahre zuvor. Die Verleihung des Burgbanns Greene an das 852 gegründete Reichsstift Gandersheim bestätigte ihm Kaiser Otto II. am 12. März 980.[2]  Es handelt sich archäologischen Erkenntnissen zufolge um die im 12. Jahrhundert aufgegebene Hüburg auf dem Knollenberg zwischen Greene und Ippensen. Von ihr gibt es nur noch einige Wall- und Fundamentreste. Ausgrabungen unter der Leitung des Archäologen Dr. Klaus Grote, Göttingen, erfolgten hier 1965, 1980 und 1986. Danach bestand diese Burg vom 9. bis zum 12. Jahrhundert und war seit dem 10. Jahrhundert als befestigter Wohn-, wohl Adelssitz, dauerhaft besiedelt, bevor Mitte des 12. Jahrhunderts vermutlich die Innenbesiedlung als Folge politischer und grundherrschaftlicher Umstrukturierungen aufgegeben wurde.[3]

 

 

Burgbann bedeutete für die umwohnende Bevölkerung, dass sie vom Burgherrn zu Bau und Unterhalt der Burg herangezogen wurde, dass sie die Verteidigung und den wirtschaftlichen Unterhalt zur damaligen Zeit nur zeitweise bewohnten Burg zu tragen hatte und auch dass sie in Krisenzeiten in der Burg Zuflucht fand.[4] Wenn auch dieses frühmittelalterliche Burgbannrecht später seine Bedeutung verlor, konnte es dennoch - wie im Fall des Reichsstifts Gandersheim – in gewisser Weise bis ins Spätmittelalter rechtliche Wirkung haben.

 

Neben dem Reichsstift Gandersheim war bis Anfang des 14. Jahrhunderts das 1123/35 gegründete, etwa 20 Kilometer westlich von Greene im Nahbereich von Stadtoldendorf gelegene Zisterzienser – Kloster Amelungsborn bedeutender Grundherr in und um Greene. Hier kultivierten die Amelungsborner Mönche, die umfangreiche Besitzungen geschenkt erhielten und erwarben, weite Teile des Leinetals.[5] Gegen Ende des 13. Jahrhunderts besaß das Kloster Amelungsborn in Greene etwa 125 Hektar Ackerland, Zehnt-, Holz- und Weiderechte sowie die Mühle. Seit dem 14. Jahrhundert verkauften und vertauschten die Mönche ihren hiesigen Besitz allmählich an die Edelherren von Homburg, deren Stammsitz, die Homburg, unweit des Klosters Amelungsborn liegt. Letztere wurden schließlich die beherrschenden Grundbesitzer an der Leine. Sie sicherten ihren Besitz mit dem Bau der Burg Greene am östlichen Punkt ihrer Herrschaft.

 

1308 als Jahr der ersten Erwähnung der spätmittelalterlichen Burg Greene ist mit der Passage aus der Urkunde, die auf das Vorhandensein der Burg weist, bei Carl Wege (1844) zu finden; nach Friedrich Knoll (1857) war die Burg im Jahr 1308 bereits erbaut und nach Karl Steinacker (1910) war 1308 von einer weiteren beim Dorf Greene errichteten Burg „die Rede“.[6] Diese Auflistung ließe sich sicherlich fortsetzen.

 

Dass in der Literatur auch das Jahr 1306 als erste Erwähnung – und auch als Baujahr - der Burg Greene zu finden ist geht wohl – unter korrektem Hinweis auf das von Hermann Dürre 1880 veröffentlichte Regest mit dem Jahr 1308 [7] – auf eine Verschreibung oder einen Irrtum von Georg Schnath in seiner 1922 erschienenen Dissertation über die Herrschaften Everstein, Homburg und Spiegelberg zurück.[8] Das Jahr 1306 nahm Kurt Kronenberg 1962 und 1965 als Erbauungsjahr (an).[9] 1306 als Jahr der ersten Erwähnung der von den Homburgern erbauten Burg Greene enthält auch der von Hans Goetting in den „Historischen Städten“ verfasste Artikel.[10] In der „Regionalkarte zur Geschichte und Landeskunde Blätter Einbeck und Seesen“, erschienen 2011, wird darauf verwiesen, dass das Kloster Amelungsborn 1306 „für den Bau der Burg Greene abgefunden“ wurde.[11]Demnach bestand die Burg Greene bereits. Jens Friedhoff nennt 1306 als Jahr der Ersterwähnung, der „von den Edelherren von Homburg gegründete[n] Burg“.[12]

 

Ohne urkundliche oder chronikalische Belege und auch ohne diesbezügliche archäologische Erkenntnisse „geistert“ auch 1295 als das Jahr der Errichtung der Burg durch - besonders – ältere Veröffentlichungen, ausgehend wohl von Harenbergs „Geschichte von Greene“ von 1759. Darin heißt es: „Das alte Schloss Grene (nur ein „e“) errichteten die edlen Herren von Homburg und brachten den Bau im Jahr 1295 zu Ende“.[13] Darauf berief sich wohl Karl Venturini in seinem zuerst 1826 erschienenen Werk über das Herzogtum Braunschweig, in dem er zu der in Trümmern liegenden Burg Greene bemerkt, „welche 1295 die Edlen von Homburg erbauet, die Graf Mansfeld 1553 zerstörte“.[14] In den „Geschichten und Sagen von Stadt und Land Braunschweig von 1881 heißt es, „Die Zeit der Erbauung der noch in Trümmern vorhandenen Burg Greene fällt ins Jahr 1295“.[15] Als sich der Rechtswissenschaftler Hugo Krüger 1921 mit der Abfindung des herzoglichen Hauses Braunschweig befasste, erwähnte er, dass die Burg Greene „im Jahr 1295 erbaut worden sein“ soll.[16] Dass die – zweite - Burg Greene vor 1308 errichtet wurde, steht außer Zweifel, dass sie jedoch im Jahr 1295 erstellt worden sei, ist nicht zu belegen. Hermann Kleinau (1968) zufolge sei die Burg

 

Greene vor oder gegen 1300, nach Matthias Meyer (2013) 1300 „zur Sicherung der Ostgrenze ihres Herrschaftsbereichs entstanden“.[17]

Burg und Flecken Greene um 1600 Holzstich aus: Görges/ Spehr, Geschichten …, S. 304
Burg und Flecken Greene um 1600 Holzstich aus: Görges/ Spehr, Geschichten …, S. 304

Die Edelherren von Homburg verfügten über mehrere Burgen; es waren Lehen des Bischofs von Hildesheim (Homburg), des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg (Lauenstein) und des Abts von Corvey (Bodenwerder und Lüthorst). Die Burg Greene besaßen sie als Lehen des Reichsstifts Gandersheim, dem das Recht Burgen zu bauen bereits vor mehr als drei Jahrhunderten zugestanden worden war. Dies wird zwar erst 1360 deutlich, als die Äbtissin Liutgard am 16. Juni Siegfried von Homburg auch mit der Burg Greene belehnte.[18]

Doch bereits in der Urkunde von 1308 wird auf einen Lehnsherrn der Burg - domino feudi ipsius castri - Bezug genommen, ohne dass dieser Lehnsherr genannt wird. Darauf verweist bereits Carl Wege 1844.[19] Bei dem 1308 angeführten – namenlosen – Lehnsherrn handelt es sich um die erst 1360 genannte Äbtissin von Gandersheim. Daher ist davon auszugehen, dass die Edelherren von Homburg ihre Burg Greene im Einverständnis mit dem Reichsstift Gandersheim errichtet haben. Denn in ihren Auseinandersetzungen mit dem im Raum Greene präsenten Kloster Amelungsborn ließen sich die Homburger von diesem zusichern, dass es gegen sie nicht ohne Zustimmung der Lehnsherrn der Burg, das war das Reichsstift Gandersheim, vorgehe.[20]  Beide Parteien waren bereits vorher zu einer Übereinkunft – nicht nur „in Sachen Burg Greene“ - gelangt.[21] Danach hat sich das Kloster Amelungsborn mit dem Vorhandensein der Burg Greene abgefunden; die Homburger ihrerseits erkannten Urkunden und Briefe an, die ihre Vorfahren dem Kloster gegeben hatten und zogen die deswegen erhobenen Klagen zurück.[22]

 

Die Burg Greene, die nach dem Aussterben der Edelherren von Homburg 1409 in herzoglichen Besitz kam, wurde 1553 in kriegerischen Ereignissen zerstört und wieder aufgebaut. Diesen Bauzustand zeigt der Merian-Stich aus der Zeit um 1640. Nach weiteren Kriegsschäden wurde das imposante Bauwerk nach 1648 mehr und mehr dem Verfall preisgegeben. 1704 schließlich endete für die Burg die Zeit als Sitz des Amtes Greene. Der Amtssitz wurde in das neu errichtete Amtshaus mit Domänen – Wirtschaftshof verlegt.

 

Festzuhalten ist, dass die Burg Greene im Jahr 1308 zum ersten Mal in der schriftlichen Überlieferung erscheint, dass das Jahr 1306 aus der Geschichte der Burg zu streichen ist, dass die Zeit ihrer Erbauung aus den Schriftquellen nicht (exakt) ermittelt werden kann, aber auch, dass von den fünf einstigen Burganlagen der Homburger die Greener Burg die noch heute am besten erhaltene Anlage ist.

 

Die beiden Autoren sind sich darin einig, dass das Entstehungsjahr „um 1300“ am naheliegendsten ist.

 

Der Beitrag ist erstmals veröffentlicht in der Zeitschrift für Regionale Forschung und Heimatpflege „Südniedersachsen“ vom 3. Dezember 2021, S. 96 ff., dem Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft für Südniedersächsische Heimatforschung e.V., Northeim.

 

Die Anmerkungen der insgesamt 22 Fundstellen-Nachweise können bei Bedarf beim Heimatverein Greene e.V. erfragt bzw. eingesehen oder als Ausdruck angefordert werden. Sie werden daher nicht mit abgedruckt.

 

Übrigens ist die im Text zitierte „Geburts-“ Urkunde von Greene aus dem Jahr 980 in vergrößerter Kopie im Heimatmuseum Greene einzusehen. Darüber hinaus ist der in Latein verfasste Urkundentext dort in einer deutschen Übersetzung vorhanden.

 

Flecken Greene, im Februar 2025

Heimatverein Greene e.V.

 

Burg Greene

Der Aufgang zur Burg ist hier von der Malerin Clara Stromberg/ Kuhlmann in authentischer Weise festgehalten. Die baulichen Anlagen im Burgbereich sind erst im 19. Jh. entstanden, allesamt in Fachwerkbauweise, wie sie heute noch vorhanden sind.

 

Rund 400 Jahre – von Anfang des 13. Jh. bis Anfang 18. Jh. – war die Burg bewohnt und diente ab dem 15. Jh. als Amtssitz des früheren Herzogtums Braunschweig- Wolfenbüttel. Mit der Aufgabe der Burgnutzung 1704 sind auch sämtliche Wirtschafts- und Wohneinheiten im Umfeld der Burg aufgegeben und vollends beseitigt worden. Aufgrund des Ergebnisses der Braunschweigischen Landes-Vermessung, die in Greene 1757 stattfand, sind zu dem Zeitpunkt keinerlei Gebäude mehr im Burgbereich erhalten geblieben. Bekanntlich entstand in Ortsnähe ein neues Domänen- Areal mit allen Wirtschaftsgebäuden.

 


Hier nun die geschichtliche Entwicklung Greenes in zusammengefasster Form und die Herausstellung der Bedeutung der einstigen Ritterburg:

 

Greene wird 980 im Zusammenhang mit einer Burgbann-Verleihung erstmalig urkundlich erwähnt. Kaiser Otto II. schenkt den unter seiner Herrschaft stehenden Burgbann Greene an das ihm eng verbundene Kloster/ Stift Gandersheim.

 

Zur Urbarmachung des Leinetals trugen in besonderer Weise die Mönche des 1129 gegründeten Klosters Amelungsborn bei. Durch Erwerbungen und Schenkungen von Grundbesitz sicherten sie sich großen Einfluss. Zwischen 1200 und 1400 trennten sich bis auf die Homburger Edelherren die übrigen Grundherrn von ihren Besitzungen zugunsten des Klosters Amelungsborn. Beiden ‚Parteien’ kam eine große Vormachtstellung zu, da beide umfangreiche Besitzungen in und um Greene hatten.

 

Nach langwierigen Verhandlungen kam es zwischen den Beteiligten zu einer einvernehmlichen Lösung mit dem Ergebnis der weitgehenden Übertragung der Besitzverhältnisse auf die Homburger Edelherrn. Diese bauten im 13. und 14. Jh. ihren Herrschaftsbereich aus. So errichteten sie um 1300 zur Sicherung ihres Grundbesitzes die Burg oberhalb Greenes. Die Leine war die Grenze des ostwärtigen Besitzpunktes der Homburger. Edelherr Siegfried von Homburg (Herrschaftszeit 1309 – 1380) wird 1360 mit der Burg von der Äbtissin Luitgard von Gandersheim aufgrund des Burgbannrechts belehnt.

 

1409 stirbt das Geschlecht der Homburger Edelherrn aus und der letzte Edelherr Heinrich verfügt mit seinem letzten Willen zu Erben der Herrschaft die Herzöge Bernhard und Otto von Braunschweig und Lüneburg. Seine Gemahlin, geborene Gräfin Jeanette [Schonette] von Nassau, erhält neben anderen Besitzungen Burg Greene zur Leibzucht (Witwenrecht). Sie lebt von 1410 bis 1414 auf Burg Greene und verehelicht sich zum 2. Mal mit Herzog Otto den Jüngeren von Braunschweig-Grubenhagen (Einbeck).

 

Diese Ehe wird bereits 1421 getrennt. Schonette begibt sich in die Obhut des Hochstifts Hildesheim. Sie vermacht ihre Leibzuchtsrechte an den Bischof von Hildesheim.

 

1436 verstirbt Schonette kinderlos in Hildesheim. Das Bistum macht aufgrund der Leibzucht-Übertragung Eigentums- bzw. Nutzungsrechte an Burg Greene unter Einschluss des gesamten Amtes geltend.

 

1451 kommt es zu einem Vergleich in Form der Wiederkaufsmöglichkeit der Burg und einst-mals anderer Homburger Gebiete. Die rechtliche Übergabe erfolgt schließlich erst 1499 und seit- dem ist Burg Greene Sitz eines Braunschweigischen Amtmanns.

 

1553 kam es zur vollständigen Zerstörung dieser Burg durch Volrad von Mansfeld. Gleich darauf ließ Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg die Burg wieder aufbauen. Der Bauzustand entspricht der zeichnerischen Wiedergabe der Schnittzeichnung Merians im 17. Jh. Der Erstbau von 1300 ist insoweit in Form seiner Gesamtstruktur nicht belegt.

Infolge des 30-jährigen Krieges im 17. Jh. erlitt die Burg erneute Beschädigungen. Verschiedene bauliche Anlagen „wurden sehr in Mitleidenschaft“ gezogen. Der Umfang ist nur andeutungsweise skizziert. 1704 kam es zur Aufgabe der Burg als Amtssitz durch den Neubau eines Amtshauses in der Ortslage und gleichzeitige Verlagerung (Aufgabe) der Wirtschaftsgebäude im Burgbereich.

 

Ab 1952 gab es die ersten Burgfestspiele auf dem Burgareal. Sie sind die Vorläufer der Gandersheimer Domffestspiele.

 

Bundesweihestätte Burg Greene

Von 1953 bis 1961 wird Burg Greene Bundesweihestätte des Verbandes derr Heimkehrer unter Beteiligung des „Kulturwerks Bundesweihestätte Burg Greene“.

 

1980 begeht die Ortschaft Flecken Greene ihr 1000-jähriges Jubiläum, nachdem sie bereits 1974 in die neu gegliederte Gemeinde Kreiensen aufgegangen war.

 

2013 kommt es schließlich zur Fusion mit der Stadt Einbeck. Diese ist somit erstmals Eigentümer einer eigenen Burg, die ein hochkarätiges Baudenkmal darstellt.

Führungen Burg Greene

 

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Holzkreuz an der Südseite

Ein neues Holzkreuz ziert die Südseite am Fuße der Burgruine Greene, dass aufgrund der Initiative des Fördervereins Greener Burg durch einen Lamspringer Tischlermeister unlängst dort angebracht wurde. Es ist einer von drei Mahnmal-Standorten von Holzkreuzen im Burgbereich, die ihren Ursprung dem früheren Wirken des Heimkehrer-Ortsverbandes Greene verdanken.

 

Das erste Mahnmal in Form eines schlichten Birkenstamm-Kreuzes wurde bereits 1951 durch den hiesigen Heimkehrer Verband errichtet. 1952 fanden in der neuen Bundesrepublik Deutschland die groß angelegten Kriegsgefangenen – Gedenkwochen zur Freilassung der deutschen Gefangenen in russischen Kriegsgefangenen-Lagern statt. Das Ergebnis waren sieben Millionen Unterschriften, zusammengestellt in besonderen Ortslisten und nach Bundesländern geordnet. Dieses Gesamtwerk wurde Bestandteil auf der Greener Burg als zentrale Gedenkstätte des Verbandes der Heimkehrer, die als »Bundesweihestätte Burg Greene« 1953 eingerichtet wurde. Seit 1961 befinden sich diese Listen im Stadtarchiv von Goslar.

 

Ein zweites Holzkreuz an anderer Stelle auf dem Burgareal wurde 1954/55 verwirklicht und durch einen Gedenkstein ergänzt.

 

Nach der Auflösung der Bundesweihestätte 1961 – auch infolge eigentumsrechtlicher Belange – mussten auch die Gedenkeinrichtungen aufgegeben werden.

 

 

 

 

 

Der Heimkehrer-Ortsverband Greene errichtete daraufhin als sogenannten dritten Mahnmal-Standort 1962 ein schlichtes Holzkreuz am gegenüberliegenden Waldrand, von dem ein guter Einblick auf das Burgareal bestand.

 

Dieser Standort wurde bis 1985 beibehalten. Dann montierte man dieses Holzkreuz an der Südseite des Burgturms an. Dort verharrte es nochmals 35 Jahre; zwischenzeitlich wurde es mehrfach farblich aufgefrischt.

 

Die Installierung des Mahnmal-Kreuzes auf das Burggelände war auch deshalb problemlos möglich geworden, weil die Gemeinde Greene 1970 Eigentümer der Burg und des Areals geworden war. 1974 gelangte die Burg infolge der gebietlichen Neuordnung in das Eigentum der Gemeinde Kreiensen und schließlich ist seit 2013 die Stadt Einbeck als Rechtsnachfolger nunmehriger Eigentümer. Die Belange der Betreuung der Burg und des Umfeldes nimmt der seit 2008 gegründete Förderverein Greener Burg wahr.

 

Nach nunmehr 58 Jahren wurde auch dieses schlichte Holzkreuz an der gleichen Stelle am Burg Turm durch ein neues Kreuz in gleicher Ausführungsart und Größenumfang ersetzt.